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Romano Guardini

im Buch "Von heiligen Zeichen":

Aus dem Hause Gottes wächst der Turm in die freie Luft und nimmt sie gleichsam für Gott in Besitz. Im Turm, im Gestühl, hängen die Glocken schwer von Erz. Sie schwingen um die Welle, und ihr ganzer, klar geformter Körper schwingt, und sendet Klang auf Klang hinaus in die Weite .......
Ja, wenn wir Glocken hören, dann fühlen wir die Weite! Wenn sie vom Turm in die Ebene schwingen, nach allen Seiten ins endlose hinaus, dann zieht die Sehnsucht mit in die Ferne ....... Da spürt man die Weite. Wie ein Ausbreiten der Seele ist´s, ein Hinüberspannen, ein Antworten auf den fernen Ruf der Unendlichkeit .......
O Herr, weiter als die Welt ist meine Seele. Tiefer als alle Täler ihr Verlangen. Und ihre Sehnsucht schmerzlicher, als fern verlorener Glockenklang.

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Publikationsdatum dieser Seite: Samstag, 17. März 2018 17:35